Junge Leute lernen asiatisch zu kochen

Die Welle der fernöstlichen Kochkultur hat die Jugend erreicht. Und das aus ganz banalen Gründen. Nicht die unendliche Vielfalt der Gewürze aus Asien, ihre gesundheitsfördernde, entschlackende Wirkung ist es, die immer mehr der jungen Generation zu süßsaueren oder feurig scharfen Gerichten aus dem Fernost kommen lässt. Es ist die schnelle und unkomplizierte Zubereitung im Wok.

Der Wok ist das Wahrzeichen der jungen Küche in Deutschland. Wo früher Rinderbraten mit Knödel und Rotkraut oder Wiener Schnitzel, Senfroulladen mit Kartoffeln und grünen Bohnen oder allerhöchstens ein ungarisches Gulasch auf den Tellern war, finden sich heute schnell geschmorte Currygerichte mit geschnetzeltem Schweinfleisch, süß-scharfe Rindfleischstreifen mit Sojagemüse, Garnelen, Fisch, sogar Sauerkraut im Wok. Schnell, unkompliziert, fettarm. Alles in einer Pfanne, dem unschlagbaren Wok. Ein sogenannter Wok ist eine relativ hohe, gewölbte Pfanne, die in Asien zu den allerwichtigsten Küchengerätschaften gehört. Ein Wok heißt übrigens im Chinesischen auch kant oder chin. In Indonesien kennt man die Pfanne als wadjan, in Malaysia als kuali, auf den Philippinen als kavali. Die Woks, die in Europa benutzt werden, haben einen abgeflachten Boden für die Elektroherde.

Der Trick des Wok ist, dass in der Mitte der Pfanne eine wesentlich höhere Temperatur herrscht, als dem Rand zu. So kann man durch Umrühren oder Verschieben die Temperatur ausgezeichnet manipulieren. Das funktioniert mit einem originalen, nicht für westliche Benutzung gebauten, nicht abgeflachten Wok auf einem Holzkohle- oder Gasfeuer natürlich noch wesentlich vorzüglicher. Woks können zum Braten, Dünsten, Blanchieren, Frittieren, Schmoren etc. verwendet werden. Sie bestehen in der Regel aus Stahl, es gibt sie aber heute auch in Gusseisen oder Aluminium und ebenso teflonbeschichtet.

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