Reetdächer im Norden Deutschlands noch üblich

Wer eine Reise durch den Norden Deutschlands unternimmt wird sie immer wieder sehen, die schönen alten reetgedeckten Häuser. Es mutet fast an wie eine Reise in die Vergangenheit. So stellt man sich alte Hauseindeckungen vor. Vom Bauernhaus bis zur kleinen Kate werden die Häuser in dieser Region auch heute noch nach diesem alten Schema neu eingedeckt. Es gehört einfach zur Tradition und zur Baukultur der nordischen Länder an Nord- und Ostseeküste. Für aktive Umweltschützer bietet die Eindeckung mit Reet-Bedachungen auch heute noch die Naturdachform schlechthin.

Es ist jedoch eine Glaubensfrage, während die einen auf das gute Klima bezüglich der sich nicht so aufheizenden Dachform schwören, behaupten die anderen das Reetdach ist zu teuer und zu dem bei Bränden nicht ganz ungefährlich, da es brennt wie Zunder. Heutzutage kann man bei Neueindeckungen jedoch einen speziell entwickelten Brandschutz einbauen, was beim
Altbestand nur sehr aufwendig nachzutragen sein dürfte. Dieser moderne Brand- und Blitzschutz dürfte einigen Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen.
Befürworter erfreuen sich jedenfalls immer gerne am wunderschönen Anblick der zudem auch Geborgenheit ausstrahlt. Diese Dacheindeckung sperrt die Kälte aus und künstliche Isolierungen werden zudem überflüssig. Die Hohlräume in den Halmen des Reet bieten eine natürliche Wärmeisolierung. Allerdings ist es für die dauerhafte Funktionstüchtigkeit auch wichtig, dass diese Reetbedachung regelmäßig gewartet wird. Wenn Ausbesserungen zeitnah gemacht werden kann gar nicht viel passieren und ein großer Schaden wird vermieden.
Ziegeldächer hingegen bedürfen einer gesonderten Isolierung, die häufig mit künstlichen Materialien durchgeführt, was Umweltfreunden ein erheblicher Dorn im Auge sein müsste.

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