Wie lief ein Umzug vor hundert Jahren ab?

Wie lief ein Umzug vor hundert Jahren ab?Heutzutage stellt ein Umzug in der Regel kaum mehr ein großes Problem dar. Ist einmal eine Wohnung gefunden, so wird alles benötigte Hab und Gut in einen Wagen, meist ein gemieteter Umzugstransporter, geladen und zur neuen Bleibe gebracht. Das war jedoch nicht immer so einfach. Noch vor hundert Jahren, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, war dieser Vorgang noch mit einem ganz anderen Aufwand verbunden.

Die Schwierigkeiten des Transports vor hundert Jahren

Wie bereits erwähnt, stellte zu dieser Zeit der eigentliche Transport, beispielsweise von Möbelstücken, ein weit größeres Problem dar, als in der heutigen Zeit. Natürlich war es möglich, alles auf einen Zug zu laden und diesen als Verkehrsmittel zu nutzen, was allerdings aufgrund des nicht allzu ausgebreiteten Eisenbahnnetzes auch nur zu einem gewissen Maße ging. Hinzu kam das Problem, das Gepäck von der alten Wohnung zur Bahnstation und von dort zur neuen Bleibe zu transportieren. Aus diesem Problem heraus entwickelte sich jedoch schon ziemlich früh die Idee einer Bahnspedition, sozusagen eines der ersten Umzugsunternehmen überhaupt. Diese sah es als Aufgabe, große Güter über längere Strecken zu transportieren und sie bei dem jeweiligen Empfänger abzuliefern.

Politische Turbulenzen erschwerten den Umzug

Eine weitere Bürde neben den bereits genannten Problemen war eine ganz andere. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts ging es, gerade auch im europäischen Raum sehr turbulent zu, bedenkt man die Umstände, dass zum Beispiel Deutschland, Österreich, Ungarn und Frankreich mit dem Ersten Weltkrieg zu schaffen hatten. So war der Umzug für einen Großteil an Menschen vielmehr eine Flucht vor dem Krieg. Das hatte zur Folge, dass sie sich weniger darum scherten, ob sie ihre Möbel in ihr neues Heim transportieren können, als vielmehr darum, das Nötigste beisammenzuhaben, um ein halbwegs anständiges Leben führen zu können.

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