Wie legten unsere Vorfahren ihr Geld an?
Geprägtes Geld gibt es schon sehr lange. Bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. tauchten im damaligen Lydien in Kleinasien die ersten Silber- und Goldmünzen auf. Lange davor benutze man bereits Stücke von Edelmetallen als sogenanntes Gewichtsgeld. Geldanlagen sind also keineswegs eine Erfindung der Neuzeit.
Historische Formen von Geldanlagen
Am bekanntesten auf diesem Gebiet ist wohl der berühmte “Sparstrumpf”, in dem Bürger einst ihr Erspartes zurücklegten. Diese Form der Geldanlage hatte in früheren Jahrhunderten durchaus ihre Berechtigung, da man damals bei den Banken noch keine Anlagensicherung kannte und im Falle eines Zusammenbruchs der Bank die Anlagen der Sparer, einschließlich Anleihen, verloren waren. Zudem muss man bedenken, dass in früheren Jahrhunderten Münzgeld, nicht Banknoten, allgemein üblich waren. Die Münzen sind natürlich bedeutend widerstandsfähiger gegenüber Feuer und Zerstörung als Banknoten.
Andere Formen von Geldanlagen
Der Sparstrumpf war immer nur eine Form der Geldanlage für Geringverdiener. Die Reichen und Mächtigen dagegen investierten in Grundbesitz. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Grund und Boden ist nur in begrenzter Menge vorhanden und kann normalerweise (außer vielleicht in Küstengebieten) nicht einfach aufhören, zu existieren. Darum ist Grundbesitz eine sehr sichere Geldanlage. Beliebt war und ist auch der Kauf von Gold und Silber. Edelmetalle besitzen einen hohen Wert bei kleinem Volumen. Dadurch lassen sie sich leicht transportieren und im Kriegsfall verstecken. Zudem waren sie in vielen Ländern als Zahlungsmittel anerkannt und gebräuchlich. In anderen weniger entwickelten Kulturen legte man sein Geld in Vieh an. Bei einigen Hirtenvölkern wird bis heute noch der Reichtum einer Familie an ihrem Viehbestand gemessen. In alten Zeiten war selbst Salz eine Kostbarkeit und wurde als Zahlungsmittel und Geldanlage benutzt. Das englische Wort “salary” für Gehalt erinnert noch heute daran.
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