Küchenmöbel die Oma noch kannte
Waschschüsseln, die in einer Schublade untergebracht waren und zweiteilige Küchenschränke für Geschirr und Besteck standen zu Omas Zeiten in jeder Küche. Die Anrichte und das Tellerboard wurden später Antiquitäten, die oft als Platzverschwendung angesehen waren und die massiven Möbel aus Eichenholz landeten im Speicher. Die zweiteiligen Küchenanrichten, in denen neben Salz und Zucker auch Tassen und Teller ihren Platz fanden, werden inzwischen wieder als Beistellmöbel in größere moderne Küchen integriert, denn zum Teil verzierte man die Fronten der Echtholzmöbel zu Omas Zeiten noch aufwendig und kunstvoll. Das hängende Tellerregal, auch Tellerboard genannt, wurde mit herrlichen Schnitzereien versehen oder kunstvoll angemalt und auch ganz einfache Stücke wirken durch die Verwendung von Echtholz noch heute edel. Die Waschschüssel als wichtiges Utensil in der Küche wurde früher zum Teil im Schrank verstaut und die Schubladenschränke mit integrierter Waschschüssel werden heute als wertvolle Erbstücke gehandelt.
Die Sitzecke aus Omas Zeiten ist ebenfalls noch komplett aus Echtholz und übersteht damit einige Generationen. Landhausmöbel werden heute wieder modern und einige Betriebe haben sich inzwischen auf die Herstellung alter Küchenmöbel nach Vorlage spezialisiert. Moderne Einbauküchen erhalten Fronten nach alten Mustern und damit entsteht ein gemütlicher Raum, der allen heutigen Anforderungen gewachsen ist. Mikrowelle und Backofen werden in die Küchenfront integriert und Omas Küchenbüffet erhält nach einer Behandlung vom Fachmann einen Ehrenplatz in der Küche. Retroküchen aus den 1950er Jahren liegen voll im Trend, aber auch ältere Küchenmöbel werden wieder aus Speicher und Keller geholt und vom Fachmann aufbereitet. Mit ein wenig Geschick kann das auch jeder Hobbyhandwerker selbst übernehmen und einem Küchenmöbel aus Omas Zeiten mit Schleifpapier und Farbe oder Lack wieder zu altem Glanz verhelfen.