Konservative Kleiderordnung

Konservative KleiderordnungFür bedeutende gesellschaftliche Anlässe und große Abendgesellschaften ist heute der Smoking unersetzbar. Der elegante Abendanzug ist schon eine deutlich modernere Variante als die steifen Kleiderordnungen früherer Zeiten, gilt aber auch als unbedingtes Muss. Entwickelt hat sich das Kleidungsstück im 19. Jahrhundert in der feineren Gesellschaft aus der Sitte, dass sich die Herren nach dem Essen zum Rauchen zurückzogen. Dazu wurde die Jacke gewechselt, um keine Gerüche aus dem Rauchsalon in die anderen Zimmer zu tragen. In den 1930ern des vorigen Jahrhunderts begann der Smoking, den Frack abzulösen.

Zum Smoking wird generell ein weißes Hemd getragen. Dieses hat keine Brusttasche. Oft weist es in der Mitte sogar schmale Längsfalten auf, die fein säuberlich plissiert sind. Darüber hinaus lebt das Smokinghemd von seiner extrem glatten Oberfläche. Selbst die Knopfleiste wird gern verdeckt. Wenn nicht, besteht sie aus fünf Knöpfen, die einzeln eingesetzt werden. Als Material wird Seide oder besonders hochwertige Baumwolle verwendet. Die Kragen folgen der allgemeinen Mode, sind aber oft auch als Stehkragen ausgeführt, denn in jedem Fall wird zum Smoking eine Fliege getragen. Ebenso gehören auch Smokinghemden und Manschetten unbedingt zusammen. Die Manschetten sind immer aus edlen Materialien. Oft werden sie noch mit Edelsteinen besetzt, die in der Form der Manschette geschliffen sind. Bevorzugt werden hierbei Granate und Onyxe, die mit ihrer schwarzen Farbe die Wirkung des Smokings unterstützen. In sogenannten „Gentlemens-Sets“ werden gleichartige Hemdknöpfe angeboten, um den Auftritt zu perfektionieren.

Der klassische Smoking vollzieht das Wechselspiel von purem Schwarz und Weiß, das als Grundmuster der konservativen Kleiderordnung gilt. Das Smokinghemd spielt dabei eine tragende Rolle. Jegliche Nuancierung muss schon meisterlich vorgenommen sein.

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