Chinesische Medizin und die Akupunktur

Die Akupunktur ist eine der hervorragendsten Behandlungsmethoden in der traditionellen chinesischen Medizin. Sie teilt sich in drei Richtungen, der Akupunktur selber, der Akupressur, als der Massage der Akupunkturpunkte sowie der sogenannten Moxibustion, das ist die Erwärmung der Akupunkturnadeln.

Die Akupunktur wird in China erstmals etwa dreihundert Jahre vor Christus schriftlich erwähnt. Sie kennt einen genauen Meriadialplan der wichtigsten vierhundert Punkte, die bei der Akupunktur und auch der Akupressur angesteuert werden. Grundlegend orientiert sich die Akupunkturtherapie an dem Prinzip des Yin und Yang also dem Plus-und-Minus-, dem Gut-und-Schlecht-Gleichgewicht. Hierzu gehört ganz selbstverständlich auch die daoistische Lehre von den fünf Elementen. In der daoistischen Lehre sind es die Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde, die zur Naturbeschreibung dienen, im Gegensatz zu der buddhistischen Auslegung, die besagt, dass Erde, Wasser, Feuer, Luft und Leere die fünf Elemente seien. Wie auch immer, die materielle Bedeutung der Elemente ist, wenn auch wichtig, so doch nicht entscheidend. Durch die Akupunktur sollen vor allem die mit den Elementen verbundenen zyklischen Prozessabläufe beeinflusst und positiv tangiert werden.

Wichtig in diesem großen Zusammenhang, ist wohl der Blick auf die grundlegende, durchaus religiös anmutende Geisteshaltung gegenüber der Begrifflichkeit Yin und Yang, der in der letzten Zeit, besonders durch esoterische Zuwendung, arg verwässert ist. Bedeutet Yin zum Beispiel „dunkel“ oder auch „Südufer eines Flusses“ und Yang „sonnige Anhöhe“, also durchaus Erklärungsversuche, die im Zusammenhang mit der Intellektualität des Begriffes einigen Freiraum in spirituelle Richtung lassen, ist die Definition heute meist mehr oder weniger nichtssagend „männlich und weiblich“, „gebend und nehmend“. Es gilt also wohl auch hier, wieder auf die Ursprünge zu achten, um der eigentlichen Bedeutung der Akupunktur erneut näherzukommen.

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